Die hohe See ist der größte Lebensraum auf unserem Planeten. Doch bisher waren die Regeln zum Schutz dieses Gebiets nicht ausreichend. Das Seerechtsübereinkommen, das in den 1970er- und 1980er-Jahren entstand, war nicht auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Doch nun haben sich die UN-Mitgliedstaaten auf ein neues Abkommen zum Schutz der Hochsee verständigt. Warum das ein großer Erfolg ist und was jetzt passieren muss, wollen wir in diesem Artikel genauer betrachten.
Mehr Schutzgebiete und verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen
Bisher war nur ein Prozent der Hochsee geschützt. Doch das neue Abkommen legt fest, dass mehr Schutzgebiete eingerichtet werden können. Diese Meeresschutzgebiete können mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossen werden. Dadurch wird es möglich sein, auf der hohen See Schutzgebiete einzurichten, die den Schutz erhöhen.
Eine zweite Maßnahme ist, dass das Abkommen vorsieht, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen verbindlich gemacht werden müssen für alle Aktivitäten, die eventuell eine erhebliche Auswirkung auf die Meeresumwelt der hohen See hätten. Dadurch wird in Zukunft sichergestellt, dass solche Aktivitäten bewertet werden.
Umsetzung des Abkommens
Mit dem Abkommen ist nur der Startschuss erfolgt. Die eigentliche Arbeit fängt jetzt erst an. Die Umsetzung dieses Abkommens ist enorm wichtig, um zu zeigen, wie effektiv diese Regeln in Realität sein werden. Die Europäische Union allein hat 400 Millionen Dollar für die Umsetzung versprochen.
Gefahren für die Umwelt, wenn es keine Regeln gibt
Wenn es keine Regeln gibt, kann das enorme Auswirkungen auf die Umwelt haben. Wir wissen zurzeit noch gar nicht richtig, was alles auf der Hochsee vorgeht. Unter dem neuen Abkommen ist jetzt verbindlich geregelt, dass jede Aktivität zumindest berichtet werden muss. Dadurch können wir besser beurteilen, welche Auswirkungen die Aktivitäten auf die Organismen, die dort leben, haben.
Wirtschaftliche Interessen an der Hochsee
Für die Fischerei und den Tiefseeboden-Bergbau gibt es bereits Übereinkommen. Doch das neue Abkommen wird generelle Ansätze, Prozesse und Richtlinien erstellen, die auch für andere Aktivitäten übertragen werden können. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Regelung der Nutzung und des Umgangs mit marinen genetischen Ressourcen. Dadurch wird eine gerechte Verteilung von Vorteilen gewährleistet.
Fazit
Das UN-Hochseeabkommen ist ein wichtiger Schritt für den Schutz unserer Ozeane. Es wird mehr Schutzgebiete geben und verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen sind vorgesehen. Die Umsetzung des Abkommens ist nun entscheidend, um zu zeigen, wie effektiv diese Regeln in Realität sein werden. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Ozeane auch in Zukunft geschützt sind
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