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Wie Apple mit dem neuen iPad Air Umwelt und Leistung vereinen will

Der Sprung zum M3 – Revolution oder Evolution?

Zehn Monate nach dem Launch des M2 iPad Air überrascht Apple nun mit einem neuen Modell – diesmal ausgestattet mit dem M3-Chip. Auf den ersten Blick könnte man meinen: alles wie gehabt. Beim genaueren Hinsehen offenbaren sich jedoch spannende Details, die technologische Innovation und den wachsenden Anspruch an Nachhaltigkeit verbinden. Getestet wurde es inzwischen ausführlich – höchste Zeit also, das neue iPad Air unter die Lupe zu nehmen.

Bekanntes Design – mit kleinen, feinen Unterschieden

Optisch bleibt Apple seiner Linie treu: Space Grau, Blau, Violett und Polarstern stehen weiterhin zur Auswahl. Die Designsprache bleibt gleich, dennoch gibt es subtile Unterschiede: Auf der Rückseite fehlt der kleine Schriftzug „iPad Air“, der beim Vorgänger noch zu finden war – eine bewusste Reduktion?

Spannend bleibt auch die Modellvielfalt: Neben dem bewährten 11-Zoll-Format bietet Apple weiterhin eine 13-Zoll-Version an. In Wirklichkeit messen die Displays 10,86 bzw. 12,9 Zoll – Apple rundet also etwas großzügig auf. Der Unterschied? Das 13-Zoll-Modell punktet mit etwas schmaleren Displayrändern und einer höheren Maximalhelligkeit von 600 Nits gegenüber 500 beim kleineren Modell.

Fortschritt oder verpasste Chance?

Hier zeigt sich Licht und Schatten: Zwar bleibt das iPad Air ein hervorragendes Gerät für die meisten Anwendungen, doch während das iPad Pro mit OLED-Display und höheren Bildwiederholraten glänzt, setzt das iPad Air weiterhin auf das bekannte LCD-IPS-Panel mit 60 Hz. Ein Update auf mindestens 120 Hz ProMotion und bessere Kontraste wäre angesichts der Entwicklung im Pro-Segment längst fällig gewesen.

Immerhin: Nutzer dürfen sich über solide Farben und Helligkeitswerte freuen, und für die meisten Alltagsanwendungen bleibt das Display mehr als ausreichend.

M3 sorgt für mehr Power

Unter der Haube arbeitet jetzt der M3-Chip mit einer 9-Kern-GPU, der sich in den Tests solide präsentiert. Bei CPU- und GPU-Benchmarks erreicht das neue iPad Air Werte, die dem M3-Standard aus MacBooks entsprechen.

Besonders spannend: Hardware-beschleunigtes Raytracing und dynamisches Caching halten nun auch Einzug in die Tablet-Welt. In realen Anwendungsszenarien – etwa bei grafikintensiven Spielen oder 3D-Anwendungen – zeigt sich der Leistungssprung deutlicher als in reinen Benchmarks. So erreicht das M3-Modell beispielsweise im 3DMK-Test 20 FPS gegenüber 14 FPS beim M2.

Auch die Neural Engine legt etwas zu und verbessert die KI-Performance, wenn auch die Sprünge hier moderat ausfallen.

Nachhaltigkeit durch Effizienz

Apples Fokus auf nachhaltige Technologie zeigt sich auch in der Akkuleistung: Trotz gestiegener Leistung bleibt die angegebene Laufzeit von rund 10 Stunden erhalten. In der Praxis hängt die tatsächliche Akkulaufzeit natürlich von der Nutzung ab – wer das iPad Air intensiv beansprucht, wird etwas schneller zur Steckdose greifen müssen. Trotzdem: Effizienzgewinne tragen dazu bei, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen.

Auch die Entscheidung, weiterhin auf bewährte Materialien und Designs zu setzen, spart Rohstoffe und reduziert Elektroschrott – ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Produktentwicklung.

Neues Magic Keyboard – Licht und Schatten

Das neue Magic Keyboard bringt einige Verbesserungen mit:

  • Aluminium-Gelenk für mehr Stabilität
  • Funktionstasten für direkten Zugriff auf wichtige Einstellungen
  • Größeres Trackpad für komfortableres Arbeiten

Doch es gibt auch einen Rückschritt: Die Tastaturbeleuchtung wurde gestrichen – ein herber Verlust für Nutzer, die häufig in dunklen Umgebungen arbeiten. Immerhin bleibt das alte Magic Keyboard weiterhin kompatibel, sodass Nutzer eine beleuchtete Alternative haben, falls gewünscht.

Nur neue Generationen kompatibel

Eine kleine Enttäuschung für Besitzer älterer Apple Pencils: Das neue iPad Air unterstützt nur den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil mit USB-C – der beliebte Apple Pencil 2 ist nicht mehr kompatibel. Ein Umstieg auf das neue Modell bedeutet also auch den Kauf eines neuen Stifts – sowohl ökologisch als auch finanziell ein zweischneidiges Schwert.

Ein Schritt nach vorne – mit Luft nach oben

Das neue iPad Air mit M3-Chip bietet solide Verbesserungen in Leistung und Effizienz. Es bleibt ein leistungsstarkes, vielseitiges Gerät für viele Anwendungsszenarien – vom kreativen Arbeiten bis zum mobilen Office-Einsatz.

In Sachen Display und Zubehör hätte Apple jedoch mutiger sein können. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit wäre ein sparsameres, ressourcenschonenderes Display-Upgrade oder ein klarerer Fokus auf langfristige Zubehörkompatibilität wünschenswert gewesen.

Unterm Strich bleibt: Apple liefert ein modernes iPad, das Technik, Umweltbewusstsein und Alltagstauglichkeit geschickt miteinander verbindet – auch wenn die Revolution diesmal ausbleibt.

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