Am Samstag ging in Deutschland das letzte Atomkraftwerk vom Netz. Die Energiewirtschaft drängt nun darauf, wasserstofffähige Gaskraftwerke zu errichten. Andernfalls müssten Kohlekraftwerke länger laufen und hohe Klimagasemissionen wären die Folge. Doch fehlen derzeit noch Investitionsanreize für den Bau dieser Gaskraftwerke.
15 Gigawatt Leistung könnten fehlen
Laut dem Branchenverband Zukunft Gas fehlen derzeit rund 15 Gigawatt an Leistung. Um diese Lücke zu schließen, müssten flexibel steuerbare Kapazitäten für den Strommarkt bereitgestellt werden. Das Ministerium arbeitet bereits an einer kurzfristig wirksamen Kraftwerksstrategie, um steuerbare Kraftwerke zu fördern, die Strom erzeugen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
Gaskraftwerke statt Kohle
Einige Vorschläge sehen vor, Kohleanlagen in Reserve zu halten. Doch die Energiebranche plädiert stattdessen für den Bau von neuen Gaskraftwerken. Durch die Modernisierung älterer Gaskraftwerke und den Ersatz von Kohleanlagen könnten bis zu 25 Gigawatt an steuerbaren Kraftwerken gebaut werden, die teilweise von Anfang an und teils auch zu einem späteren Zeitpunkt mit Wasserstoff betrieben werden könnten. Gaskraftwerke stoßen im Vergleich zu Kohlekraftwerken nur geringe Mengen an Emissionen aus.
Investitionsanreize sind gefragt
Um den Ausbau der Gaskraftwerke zu fördern, sind Investitionsanreize notwendig. Nur so kann eine sichere und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Kraftwerksstrategie des Ministeriums aussehen wird und ob sie den Bau von Gaskraftwerken ausreichend fördert. In jedem Fall muss die Energiewirtschaft schnell handeln, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Umweltbelastung zu minimieren.
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