Die Klimakrise hat verheerende Auswirkungen auf die Wälder Deutschlands. Die steigenden Temperaturen und das häufige Ausbleiben von Niederschlägen machen den Bäumen zu schaffen. Das Ziel, die Wälder klimafester zu machen, erfordert einen umfassenden Umbau. Das „Future Forest“-Forschungsprojekt in Bayern setzt auf Regenwürmer, um den Boden aufzulockern und den Wald klimastabil zu machen. In diesem Blogbeitrag erläutern wir, wie Regenwürmer beim Umbau des Waldes helfen und welche Förderungen es gibt, um den Wald klimafest zu machen.
Ein Pilotprojekt in Bayern setzt auf Regenwürmer, um den Wald klimastabil zu machen
In Bayern wurde ein auf drei Jahre angelegtes, EU-gefördertes „Future Forest“-Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist es, einen klimafesten Waldumbau zu entwickeln. Dabei setzt das Projektteam auf den Regenwurm als entscheidenden Faktor. Regenwürmer lockern den Boden auf und fördern die Humusbildung, so dass der Boden das Wasser besser aufnehmen und speichern kann. Dadurch können die Bäume besser wachsen und den Wald klimafester machen. Das Projektteam hat herausgefunden, dass Ahorn und Linde Baumarten sind, in deren Nähe sich Regenwürmer wohlfühlen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen in einem Handbuch für den klimafesten Waldumbau zusammengefasst werden.
Prämien für klimastabilen Waldumbau
Die Gemeinde Fuchstal in Bayern setzt die Erkenntnisse des Projekts bereits in der Praxis um. Waldbesitzer, die auf klimastabile Baumarten setzen, erhalten bis zu 400 Euro pro Hektar und Jahr als Ausgleich. 26 Waldbesitzer mit insgesamt 120 Hektar Wald machen bisher bei dem Pilotprojekt mit. In einer eingezäunten Parzelle wachsen Hunderte von ein bis zwei Metern hohen Buchen unter dem Schutz von Fichten. In einer angrenzenden Parzelle stehen bereits zahlreiche kleine Ahorne und Linden. Mit Hilfe von Fördergeldern des Bundesumweltministeriums und der Kommunen werden deutschlandweit Maßnahmen zum klimastabilen Waldumbau umgesetzt. Bis zu 100 Euro pro Hektar und Jahr werden an Waldbesitzer gezahlt, die ihren Wald besonders schonend bewirtschaften.
Hoher Fichten-Anteil erfordert Umbau der Wälder
Die Fichte ist die Baumart, die in Bayern am häufigsten vorkommt. Allerdings zeigt sie bereits heute Schwächen und ist nicht mehr klimastabil. In Bayern macht sie mehr als 40 Prozent der Fläche aus. Um den Wald klimafester zu machen, müssen andere Baumarten wie Ahorn und Linde mit einbezogen werden. Das ist auch der Grund, warum der klimafeste Waldumbau eine große Herausforderung darstellt. Es geht darum, den Wald in eine klimafeste Mischung umzubauen.
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