Einleitung
Piraten in der heutigen Zeit sind für viele von uns ein Begriff, der direkt mit einem Bild von Seeräubern verbunden ist. Doch die Realität sieht leider ganz anders aus. In den letzten Jahren sind vor allem vor der Küste Somalias immer wieder Piratenangriffe auf Handelsschiffe verübt worden. Besonders gefährlich ist die Durchfahrt durch den Suezkanal, wo täglich über 2000 Schiffe passieren. Im Roten Meer angekommen, lauern den Kapitänen und ihren Besatzungen dann zahlreiche Risiken und Gefahren, die sie im Blick behalten müssen.
Maßnahmen
Um die Piratenangriffe zu bekämpfen und für mehr Sicherheit zu sorgen, hat die EU im Jahr 2008 die Mission Atalanta ins Leben gerufen. Die EU-Soldaten patrouillieren seither im Golf von Aden und bieten den Handelsschiffen Unterstützung an. Doch trotz aller Bemühungen gibt es immer wieder Zwischenfälle, wie zum Beispiel den Faina Zwischenfall im Jahr 2008, bei dem ein ukrainisches Handelsschiff von somalischen Piraten gekapert wurde.
Die Piraterie vor der Küste Somalias hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit der Schiffe und ihrer Besatzungen. Auch die Umwelt und die nachhaltige Nutzung der Meere sind betroffen.
80% der Fracht weltweit wird über See transportiert.
Folgen
Durch die Piraterie sind viele Gebiete in der Region für die Handelsschiffe nicht mehr sicher, wodurch die Schifffahrtsrouten verlegt werden müssen. Dies führt dazu, dass viele internationale Fangflotten in Gebiete ausweichen, in denen einheimische Fischer normalerweise ihren Fang machen. Die einheimischen Fischer verlieren so nicht nur ihre Lebensgrundlage, sondern auch ihren Lebensraum und damit ihre Heimat.
Die Folgen sind verheerend: Die einheimischen Fischer können ihre Familien nicht mehr ernähren, die Fangmengen nehmen ab und die internationale Konkurrenz wird immer stärker. Die Gefahr, dass das marine Ökosystem langfristig Schaden nimmt, ist groß. Denn nicht nur Fische, sondern auch andere Meeresbewohner wie Thunfisch, Hummer und Krabben sind betroffen. Die Piraten nutzen Skiffs und Mutterschiffe, um ihren Fang an Land zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um illegale Fischerei handelt oder ob die Beute gekapert wurde. Die Folgen sind die gleichen.
Fazit
Die internationale Gemeinschaft hat inzwischen erkannt, dass es notwendig ist, das Problem der Piraterie zu bekämpfen und die Meere nachhaltig zu nutzen. In Kenia werden die Piraten dann vor Gericht gestellt und verurteilt. Sicherheitsfirmen und Versicherungen bieten Schutzmaßnahmen an, um die Handelsschiffe besser zu schützen. Hunger und Armut sind die Ursachen für Piraterie und Umweltzerstörung. Deshalb müssen wir uns auch darum kümmern, dass Menschen vor Ort eine Perspektive haben. Nur so können wir langfristig diese Problematik angehen und lösen.
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