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Pilzerkrankung bei Laubbäumen: Stirbt die Esche aus?

Die Esche, einer der häufigsten Laubbäume Europas, steht vor einer ernsten Bedrohung durch eine aus Asien eingeschleppte Pilzerkrankung. Der Pilz Chalara fraxinea lässt die Bäume absterben und hat bereits in Deutschland zu einem Verlust von einem Drittel der Eschen geführt. In Dänemark sind nur noch fünf Prozent übrig, und Wissenschaftler der Keele Universität befürchten, dass die europäische Esche in wenigen Jahrzehnten ganz verschwunden sein könnte.

Gesucht: die „Super-Esche“

Das Eschentriebsterben ist mittlerweile so verbreitet, dass so gut wie jede Esche Schäden durch den Pilz zeigt. Doch es gibt einzelne Bäume, die deutlich besser aussehen und stärkere Abwehrkräfte gegen die Krankheit zu haben scheinen. Forscher suchen nach diesen „Super-Eschen“ und nehmen von ihnen Proben, um zu prüfen, ob Abwehrkräfte in der nächsten Generation erhalten bleiben. Gleichzeitig wird an den Universitäten in Hamburg und Eichstätt-Ingolstadt nach Viren gesucht, die den Pilz schwächen oder das Immunsystem der Esche stärken können.

Wissenschaftliche Hilfe statt Evolution

Im Gegensatz zu den Eschen in Asien haben europäische Eschen keine natürlichen Abwehrmechanismen gegen die Pilzerkrankung entwickelt. Daher erfordert die plötzliche Konfrontation mit der Krankheit und deren rasante Ausbreitung das Eingreifen des Menschen. Die Suche nach „Super-Eschen“ und die Entwicklung von Viren gegen den Pilz sind daher wichtige Maßnahmen, um das Überleben der Eschen zu sichern.

Die Bedeutung der Esche für Umwelt und Wirtschaft

Die Esche ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Landschaftsbildes in weiten Teilen Europas, sondern auch ein prägender Baum in geschützten Ökosystemen wie Auenwäldern und Schlucht- und Hang-Mischwäldern. Der vom Aussterben bedrohte Eschen-Scheckenfalter ist ein Beispiel für die Bedeutung der Esche für die Artenvielfalt. Gleichzeitig wird das Holz der Esche für Bodenbeläge und Möbel verwendet, und das Überleben der Esche hat somit auch eine wirtschaftliche Bedeutung.

Fazit

Das Eschentriebsterben stellt eine ernste Bedrohung für die Esche dar. Doch die Suche nach „Super-Eschen“ und die Entwicklung von Viren gegen den Pilz geben Anlass zur Hoffnung, dass die Esche gerettet werden kann. Das Engagement von Forschern und die Zusammenarbeit von 27 Forschungsgruppen zeigen, dass wissenschaftliche Hilfe ein wichtiger Faktor für den Schutz der Umwelt und der Artenvielfalt ist.

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