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Nothing Phone (3a) & (3a Pro) – Technik, die keinen Sinn macht, aber begeistert!

Der Smartphone-Markt wird dominiert von teuren Flaggschiffen und günstigen Einsteigergeräten. Doch manchmal kommt ein Hersteller daher und bringt ein Gerät auf den Markt, das so viel Technik für so wenig Geld bietet, dass es schlicht keinen Sinn macht – und genau das ist beim Nothing Phone (3a) und (3a Pro) der Fall.

Mit Preisen ab 329 € versprechen diese Smartphones eine Mischung aus hochwertigem Design, guter Performance und einzigartigen Features. Doch hält das Versprechen? Wir haben uns die Geräte genauer angesehen.

Ein Design, das heraussticht

Das auffälligste Merkmal der Nothing Phones ist zweifellos ihr transparenter Look. Die Glyf-LEDs auf der Rückseite sind nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch funktional. Sie leuchten bei Benachrichtigungen, können als Timer-Anzeige dienen oder auf bestimmte Apps reagieren. Beispielsweise lässt sich eine LED so konfigurieren, dass sie nur bei WhatsApp-Nachrichten blinkt.

Das 3a ist eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers mit leicht veränderten Linien und einer neuen blauen Farbvariante. Das 3a Pro hingegen geht noch einen Schritt weiter: Sein Design wirkt zunächst etwas ungewöhnlich – fast falsch –, aber auf den zweiten Blick futuristisch und einzigartig.

Beide Geräte haben jetzt eine Glasrückseite, allerdings nicht aus Gorilla Glass, sondern aus dem weniger bekannten “Panda Glass”, das ähnlich kratzfest sein soll. Der Rahmen besteht aus Kunststoff, fühlt sich aber durch die Verarbeitung dennoch hochwertig an.

Ein starkes Display für wenig Geld

Mit 6,77 Zoll sind beide Geräte recht groß. Das OLED-Display bietet eine Full-HD+-Auflösung, eine Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hz und eine Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits (wenn auch nur in HDR-Inhalten). Im Alltag erreicht es bis zu 800 Nits, was für die meisten Situationen ausreichend ist.

Die Bildschirmränder sind symmetrisch und relativ dünn, doch die leicht weniger abgerundeten Ecken gegenüber dem Vorgänger könnten für manche einen Rückschritt darstellen. Dennoch ist das Display insgesamt beeindruckend – besonders in dieser Preisklasse.

Performance: Schnell, aber keine Rakete

Das Herzstück der neuen Nothing Phones ist der Snapdragon 7s Gen 3. Dieser Prozessor ist etwa 33 % schneller als der des Nothing Phone 2a, aber gleichzeitig 50 % langsamer als ein Google Tensor G4.

Dennoch läuft das 3a äußerst flüssig, Ruckler oder Denkpausen sind selten – nur im Energiesparmodus kann es etwas zäher werden. Besonders im Vergleich zu Konkurrenzmodellen von Samsung oder Xiaomi in dieser Preisklasse schneidet das Nothing Phone spürbar besser ab.

Unterstützt wird der Prozessor von 8 oder 12 GB RAM, je nach Modell. Die Software bleibt minimalistisch, sauber und optisch sehr ansprechend – mit schicken Widgets, monochromen Icons und einer der wohl stilvollsten Android-Oberflächen.

Ein besonderes Feature ist der Essential Key – eine zusätzliche Taste, die für Notings KI-Features gedacht ist. Ein Druck macht einen Screenshot, ein Doppeldruck öffnet den Essential Space für Notizen und Sprachmemos. Leider ist die Platzierung des Knopfes ungünstig, besonders in Halterungen für Auto, Fahrrad oder Roller – hier wird er oft unabsichtlich gedrückt.

Akkulaufzeit und Laden

Beide Modelle sind mit einem 5.000-mAh-Akku ausgestattet, der in Kombination mit dem effizienten Snapdragon-Chip eine sehr gute Laufzeit bietet. Zwei Tage Nutzung sind realistisch, und bei durchschnittlicher Nutzung sind 6 bis 8 Stunden Display-On-Zeit drin.

Beim Laden gibt es 50-Watt-Schnellladen, was bedeutet, dass das Gerät in 20 Minuten schon bei 50 % ist. Ein kleiner Rückschritt: Wireless Charging fehlt, obwohl es beim Vorgänger noch vorhanden war.

Kameras – Licht und Schatten

Ein interessanter Bereich, in dem sowohl Fortschritte als auch Rückschritte zu erkennen sind.

  • Nothing Phone (3a):
    • Hauptkamera (50 MP) – Gute Bildqualität, natürliche Farben, ordentliche Dynamik.
    • Ultraweitwinkel (8 MP) – Leider ein klarer Rückschritt. Der Sensor ist winzig, hat keinen Autofokus und liefert nur bei gutem Licht brauchbare Ergebnisse.
    • 2x-Zoom-Kamera (50 MP) – Eine nette Ergänzung, aber der Qualitätsgewinn gegenüber einem digitalen Crop ist nicht riesig.
  • Nothing Phone (3a Pro):
    • Hauptkamera (50 MP) – Identisch zum 3a, also sehr solide.
    • Ultraweitwinkel (8 MP) – Ebenfalls nicht überzeugend.
    • 3x-Periskop-Zoom (50 MP) – Hier kommt der große Unterschied! Dieser Sensor ist identisch zum OnePlus 13 und Oppo Find X6 Pro und liefert hervorragende Bilder. Selbst Makrofotos sind möglich, was in dieser Preisklasse einmalig ist.

In Sachen Video können beide Geräte nur mit der Haupt- und Zoomkamera in 4K aufnehmen. Die Ergebnisse sind okay, aber nicht überragend – gelegentlich gibt es Bildrauschen, selbst bei gutem Licht.

Die Frontkameras der beiden Modelle unterscheiden sich minimal, aber beide liefern für den Preis sehr gute Selfies.

Fazit: Preis-Leistung auf einem neuen Level

Das Nothing Phone (2a) war schon ein Preisknaller – und das (3a) setzt noch einen drauf. Für 329 € bekommt man ein Gerät mit einem hochwertigen Design, einem sehr guten Display, einer soliden Performance und einer überraschend guten Kamera.

Das Nothing Phone (3a Pro) bietet für 80 € mehr eine Periskop-Kamera, die sonst nur in deutlich teureren Geräten zu finden ist.

Natürlich gibt es auch Schwächen:

  • Der Ultraweitwinkel ist enttäuschend
  • Der Essential Key ist schlecht platziert
  • Kein Wireless Charging mehr

Doch am Ende bleibt das Fazit: Diese Geräte zeigen, dass Mittelklasse-Smartphones nicht langweilig sein müssen. Wer ein auffälliges Design, ein starkes Display und ein gutes Kamera-Setup zu einem unschlagbaren Preis will, liegt hier genau richtig.

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