Seit dem 3. März 2025 hat Deutschland eine neue Eisenbahnstrecke im Personenverkehr: die Trierer Weststrecke. Diese führt auf der nördlichen Seite der Mosel entlang und verbindet das Kreuz Konz mit der Hafenstraße. Die Strecke war zuvor jahrzehntelang nur für den Güterverkehr genutzt worden. Nun ermöglichen zwei neue Regionalbahnlinien eine nachhaltige und attraktive Alternative zum Individualverkehr.
Reaktivierung der Weststrecke: Mehr Mobilität für die Region
Die Reaktivierung der Trierer Weststrecke ist ein bedeutender Schritt für den öffentlichen Nahverkehr in der Region. Mit fünf neu errichteten Haltepunkten verbessert die Strecke die Erreichbarkeit verschiedener Stadtteile und bietet den Menschen eine klimafreundliche Alternative zum Auto. Die Regionalbahnlinien RB33 und RB84 verkehren seit dem 3. März im Halbstundentakt und sorgen für eine spürbare Verbesserung der Mobilität.
Die neuen Regionalbahnlinien: RB33 und RB84
- RB33 – Verbindung von Witterlich nach Luxemburg
- Die RB33 wird von der luxemburgischen CFL betrieben und verbindet den Bahnhof Witterlich über die Weststrecke mit Luxemburg. Die Züge halten an allen Unterwegsbahnhöfen, wodurch die Anbindung der Region an das internationale Bahnnetz verbessert wird. Zum Einsatz kommen dreiteilige KISS-Doppelstockzüge von Stadler, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h eine schnelle Verbindung gewährleisten.
- RB84 – Die neue Linie auf der Trierer Weststrecke
- Die RB84 wurde komplett neu eingeführt und verkehrt stündlich zwischen Trier Hafenstraße und dem Kreuz Konz. Teilweise führt die Strecke sogar weiter bis nach Saarburg. Diese Linie wird von der Deutschen Bahn betrieben, die moderne Elektrotriebwagen der Baureihe 1440 („Grinsekatze“) einsetzt.
Moderne Infrastruktur für eine nachhaltige Zukunft
Die Trierer Weststrecke wurde gezielt modernisiert, um eine effiziente und nachhaltige Nutzung zu ermöglichen. Dazu gehören:
- Neue Haltepunkte: Fünf neue Bahnhöfe verbessern die Anbindung.
- Modernisierte Bahnübergänge: Neue Schrankenanlagen sorgen für mehr Sicherheit.
- Erneuerte Oberleitungsmasten: Für einen stabilen und energieeffizienten Betrieb.
- Neue Brücke in Trier-West: Ein vollständiger Neubau ersetzt die alte Straßenbrücke.
Trotz der Inbetriebnahme sind noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen. Vor allem an den Bahnhöfen und Haltepunkten sind noch Maßnahmen erforderlich, die voraussichtlich bis zum Sommer 2025 andauern.
Die Haltepunkte im Detail
- Trier Hafenstraße – Das neue Eingangstor zur Weststrecke
- Der neue Bahnhof Trier Hafenstraße ersetzt die bisherige Verkehrsstation Trier-Rangierbahnhof. Er verfügt über drei Bahnsteiggleise und eine markante Gestaltung mit bronzenen Stahlgittern. Neben den Linien RB83 und RB84 halten hier auch die RB81 und RB71.
- Trier Pallien – Idyllische Lage an der Mosel
- Mit zwei gegenüberliegenden Außenbahnsteigen liegt der Haltepunkt direkt an der Mosel. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kaiser-Wilhelm-Brücke sowie die Hochschule Trier.
- Trier West – Der einzige Bahnhof mit mehreren Gleisen
- Der Bahnhof Trier West verfügt über drei Gleise, von denen zwei mit Bahnsteigen ausgestattet sind. Eine markante Überführung mit bronzenen Stahlgittern verbindet die Bahnsteige. Hier wird derzeit noch an einer neuen Bushaltestelle gearbeitet.
- Trier-Euren – Modernisiert für eine bessere Anbindung
- Die versetzten Außenbahnsteige bieten Sitzgelegenheiten und Wartehäuschen, jedoch keine digitalen Abfahrtsanzeigen. Der Bahnübergang wurde aufwendig modernisiert und mit einer neuen Schrankenanlage ausgestattet.
- Trier-Zewen – Letzter Halt vor der Moselbrücke
- Der Haltepunkt liegt in einer leichten Kurve, und die Bahnsteige sind ebenfalls versetzt. Der Bahnübergang an der Kenstraße wird noch bis Mitte April modernisiert.
Fazit: Ein wichtiger Schritt für nachhaltige Mobilität
Die Reaktivierung der Trierer Weststrecke ist ein Meilenstein für die regionale Mobilität. Durch den Halbstundentakt und moderne Züge bietet die Strecke eine attraktive Alternative zum Auto. Langfristig könnten sogar weitere Direktverbindungen entstehen, um das Angebot noch weiter zu verbessern. Die Bewohner der Region haben nun die Möglichkeit, von einer umweltfreundlichen, komfortablen und zeitsparenden Verkehrsanbindung zu profitieren.
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