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Mac Studio mit M4 Max oder M3 Ultra: Welches Modell lohnt sich?

Apple hat mit dem Mac Studio eine kompakte, leistungsstarke Workstation im Sortiment, die sich an kreative Profis und Technik-Enthusiasten richtet. Doch welches Modell sollte man wählen? Der neue M4 Max oder der ältere, aber leistungsstarke M3 Ultra? Wir werfen einen Blick auf das Gerät, seine Anschlüsse, die Leistung der Chips und klären, für wen sich welcher Mac Studio am meisten lohnt.

Design und Anschlüsse: Schlicht, aber funktional

Rein optisch bleibt Apple seiner Linie treu: Der Mac Studio ist eine silberne Box mit minimalistischem Design – unspektakulär, aber keineswegs hässlich. Auf dem Tisch macht er sich unauffällig, bietet aber einen praktischen Vorteil:

  • Vorne: Zwei USB-C-Anschlüsse (M4 Max mit 10 Gbit/s, M3 Ultra mit 120 Gbit/s) sowie ein SD-Kartenleser – ideal für Fotografen und Videografen.
  • Hinten: Vier USB-C-Anschlüsse (alle mit 120 Gbit/s), zwei USB-A-Ports, HDMI 2.1, 10 Gbit Ethernet und ein Aux-Anschluss.
  • Besonders erfreulich: Der Mac Studio ist der letzte Mac mit USB-A-Anschlüssen – perfekt für Tastaturen, Mäuse oder ältere Peripheriegeräte.

Lautstärke und Stromverbrauch: Flüsterleise und effizient

Eines der größten Highlights: Der Mac Studio ist extrem leise. In zwei Jahren Nutzung waren die Lüfter kein einziges Mal hörbar – beeindruckend für einen High-End-Computer.

Was den Stromverbrauch angeht, zeigt sich der Mac Studio als echter Effizienzmeister:

  • Maximal zieht das Netzteil 480 Watt,
  • Tatsächlich verbraucht er jedoch nie mehr als 150 Watt – selbst unter Last.
  • Zum Vergleich: Eine moderne Nvidia-Grafikkarte allein benötigt oft ein Vielfaches davon!

Prozessorvergleich: M4 Max vs. M3 Ultra

Jetzt wird’s spannend: Welcher Chip ist besser?

ChipCPU-KerneSingle-Core-ScoreLeistung im Alltag
M4 Max14–16 Kerne25 % schneller als M3 UltraWirkt oft flüssiger
M3 Ultra32 Kerne (2x M3 Max)Langsamer im Single-Core50 % schneller, aber nicht doppelt so schnell

Der Clou: Obwohl der M3 Ultra mehr Kerne hat, fühlt sich der M4 Max im Alltag oft schneller an, weil viele Anwendungen nur einen oder wenige Kerne nutzen.

Fazit: Wer Single-Core-Performance und ein flüssiges Nutzungserlebnis will, ist mit dem M4 Max besser beraten. Wer jedoch maximale Multicore-Leistung für Rendering und KI-Anwendungen benötigt, sollte zum M3 Ultra greifen.

Grafikleistung: Unterschiede je nach Anwendung

Die GPU ist eine der spannendsten Komponenten im Vergleich:

  • Der M4 Max bietet 20 % mehr Grafikleistung als der M3 Max.
  • Der M3 Ultra hat doppelt so viele GPU-Kerne – ist aber in Blender-Renderings nur 11 % schneller.
  • Im Vergleich zum M2 Ultra liefert der M3 Ultra beeindruckende 180 % mehr Leistung – dank Raytracing-Unterstützung.

Besonders für 3D-Artists sind diese Verbesserungen wichtig. Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen: Eine RTX 4090 ist immer noch doppelt so schnell.

Final Cut Pro und Videobearbeitung: Keine großen Sprünge

In Final Cut Pro zeigt sich ein überraschendes Bild:

  • Exportgeschwindigkeit: Kein Unterschied zwischen M4 Max und M3 Ultra.
  • Bearbeitung & Color Grading: Beide Chips liefern eine ähnlich hohe Performance.
  • M4 Max kann langsamer sein, weil er weniger Media-Engines hat – beim Export kann er nur halb so schnell sein.

Bedeutet das, dass die neuen Chips kaum Fortschritt bringen? Nicht unbedingt. Wer mit hochauflösendem Material arbeitet, könnte vom größeren Arbeitsspeicher des M3 Ultra profitieren.

Arbeitsspeicher & KI: Mac Studio als AI-Workstation?

Ein oft übersehener Vorteil des M3 Ultra ist der riesige Arbeitsspeicher:

  • Bis zu 512 GB RAM,
  • CPU & GPU nutzen denselben Speicher,
  • Speicherbandbreite von 819 GB/s.

Damit kann der Mac Studio große KI-Modelle mit bis zu 600 Milliarden Parametern lokal ausführen – perfekt für maschinelles Lernen und neuronale Netzwerke.

Für wen lohnt sich welcher Mac Studio?

  • Mac Studio mit M4 Max
    • Beste Wahl für die meisten Nutzer.
    • Starke Single-Core-Performance.
    • Günstiger als der M3 Ultra, aber fast genauso schnell.
    • Sparsame 1100 € weniger als ein MacBook Pro mit demselben Chip.
  • Mac Studio mit M3 Ultra
    • Für Multicore-intensive Aufgaben wie 3D-Rendering & KI.
    • Bis zu 512 GB Arbeitsspeicher – wichtig für riesige Projekte.
    • 180 % schnellere Grafikleistung als M2 Ultra.

Fazit: M4 Max oder M3 Ultra?

Apple hat es unnötig kompliziert gemacht: Wäre es einfach ein M4 Ultra, wäre die Entscheidung klar. Stattdessen gibt es einen M3 Ultra, der zwar schneller als der M4 Max ist, aber nicht so viel, wie man erwarten würde.

Die beste Wahl für die meisten Nutzer? Ganz klar der Mac Studio mit M4 Max – er spart Geld und bietet fast die gleiche Leistung wie der M3 Ultra. Wer jedoch absolute High-End-Power für Rendering oder KI-Projekte braucht, sollte sich den M3 Ultra genauer ansehen.

In jedem Fall bleibt der Mac Studio eine der effizientesten, leisesten und leistungsstärksten Workstations auf dem Markt.

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