Die Vorbereitungen für die nächste Weltklimakonferenz sind in vollem Gange. In Bonn treffen sich derzeit rund 5000 Delegierte, um die drängenden Fragen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu diskutieren. Doch schon jetzt werden kritische Stimmen laut, die befürchten, dass das Ziel, sich von fossilen Energien zu verabschieden, mit dem nächsten Gastgeberland Dubai schwer zu erreichen sein könnte.
Ein verheerendes Signal für den Klimaschutz
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass der Präsident der kommenden COP28-Konferenz in Dubai der Chef der nationalen Ölgesellschaft ADNOC, Sultan Ahmed al Dschabir, sein soll. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace sehen dadurch die Fortschritte im Klimaschutz gefährdet und warnen vor einem verheerenden Signal an die Weltgemeinschaft.
Die Zeit drängt
Der Bericht des Weltklimarats im März hat erneut deutlich gemacht, dass die Zeit drängt. Das 1,5-Grad-Ziel droht in naher Zukunft unerreichbar zu werden, wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen werden. Wir werden zunehmend mit Naturkatastrophen wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen konfrontiert. In diesem Kontext sind Konferenzen wie diese alternativlos, da sie die Gelegenheit bieten, gemeinsam über die Bekämpfung des Klimawandels zu beraten.
Ein neuer Ansatz: Arbeitsgruppen für Spezialisten und Vorreiter
Um die verschiedenen Themen konsequent anzugehen, schlägt ein Wissenschaftler vor, willige Länder zu Arbeitsgruppen zusammenzuschließen. Diese Gruppen könnten sich beispielsweise auf erneuerbare Energiequellen, Elektromobilität oder CO2-freien Stahl spezialisieren und als Vorreiter fungieren. Die Welt und die Klimakonferenzen könnten sich an ihren Erfolgen orientieren. NGOs spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie sich in Diskussionen einbringen und Einfluss auf die Debatten und Verhandlungen der Regierungsgesandten nehmen.
Eine globale Bestandsaufnahme in Dubai
Die bevorstehende Konferenz in Dubai steht unter besonderer Beobachtung und großem Druck. Es wird die erste Konferenz sein, bei der eine Art Zwischenbilanz gezogen wird. Der sogenannte Global Stocktake wird abgeschlossen, eine Bestandsaufnahme der bisher erreichten Ziele der Vertragsstaaten. Jedes Land muss nachweisen, wo es in Bezug auf die national festgelegten Beiträge (NDCs) steht. Die Konferenz erwartet einen Bericht über Emissionsreduktionen aus fossilen Brennstoffen sowie für Nicht-CO2-Gase wie Methan, Ruß und Lachgas sowie CO2-Emissionen aus Landnutzungsänderungen. Diese globale Bestandsaufnahme ist entscheidend, um den Klimaschutz voranzutreiben.
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