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Hallenheizung als Retter des Industriestandorts? Ein unterschätztes Konzept im Schatten der Politik

In einer Zeit, in der deutsche Unternehmen aufgrund der hohen Energiekosten und fehlender Planungssicherheit in ihrer Existenz bedroht sind, könnte eine Lösung buchstäblich übersehen worden sein: die Hallenheizung. Diese innovative Heiztechnik, die bereits vor 35 Jahren entwickelt wurde, könnte bis zu 70 % der Heizkosten für Unternehmen einsparen und wäre damit eine Stütze für den deutschen Industriestandort. Doch trotz ihres Potenzials bleibt sie weitgehend unbeachtet und blockiert – sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft.

Steigende Energiekosten und der Drang zur Abwanderung

2024 könnte als das Jahr der Deindustrialisierung in die Geschichte eingehen. Laut dem Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie erwägen etwa 70 % der Unternehmen, Deutschland zu verlassen. Unternehmen wie Miele und Porsche, traditionelle Giganten, blicken verunsichert auf die hohen Kosten und die unsichere Lage der Energieversorgung. Ein sicherer und effizienter Weg zur Hallenheizung könnte diesen Trend aufhalten, so die Hoffnung vieler Experten.

Ein Familienunternehmen kämpft für Energieeffizienz

Thomas Kübler, ein Pionier auf dem Gebiet energieeffizienter Hallenheizungen, erkannte bereits in den 1980er Jahren die Notwendigkeit sparsamer Heiztechnologien. Sein Unternehmen entwickelte Infrarotheizungen, die gezielt Wärme in Arbeitsbereiche einer Halle bringen können, ohne dabei die gesamte Luft zu erhitzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmepumpen benötigen diese Heizsysteme keinen kontinuierlichen Betrieb und eignen sich daher optimal für große, nur teilweise genutzte Hallen.

Die Schwächen der Wärmepumpe in der Industrie

Obwohl Wärmepumpen für Wohngebäude effektiv sein können, stoßen sie in Industriehallen an ihre Grenzen. Die langen Aufwärmzeiten und der Energieverlust durch hohe Decken und undichte Stellen machen Wärmepumpen in großen Hallen ineffizient. Da die Hallen nachts und am Wochenende oft leer stehen, führt der Dauerbetrieb zu unnötigen Kosten und Energieverschwendung – genau das, was in der aktuellen Situation vermieden werden muss.

Eine dunkle Sonne als Heizlösung – das Prinzip der Infrarotheizung

Küblers Heizsysteme nutzen Infrarotstrahlung, ähnlich wie die Sonne. Diese Strahlung erwärmt gezielt Arbeitsplätze und Objekte, ohne die gesamte Hallenluft zu heizen. Damit lassen sich auch große Hallenabschnitte effizient beheizen, während Lagerflächen unberührt bleiben. Mitarbeiter schätzen das angenehme, staubfreie Arbeitsklima und geben in Befragungen an, dass sie sich in Hallen mit Infrarotheizungen wohler fühlen. Die Heizkosten reduzieren sich um bis zu 70 %.

Unbekannte Technologie und fehlende politische Unterstützung

Doch warum kennt kaum jemand diese Lösung? Ein Grund liegt in der bisherigen politischen Fokussierung auf Wärmepumpen, die vor allem für Wohngebäude sinnvoll sind. Das Gebäudeenergiegesetz unterscheidet zwar zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden, vernachlässigt jedoch die spezifischen Bedürfnisse von Industriehallen. Politiker und Experten debattieren über die beste Heizlösung, doch die spezifischen Anforderungen für Produktionshallen wurden übersehen.

Fazit: Planungssicherheit für Unternehmen durch flexible Hallenheizungen

Das Beispiel der Hallenheizung zeigt, dass eine technologieoffene Herangehensweise essenziell für die Stärkung des Industriestandorts Deutschland ist. Nicht jede Lösung ist für alle Fälle geeignet – insbesondere in der Industrie, wo effiziente und flexible Heizlösungen wie Küblers Infrarotstrahler den Standort sichern könnten. Während die Politik weiterhin auf die Wärmepumpe setzt, könnte eine technologieoffene Debatte helfen, die Zukunft des Industriestandorts Deutschland zu sichern und Unternehmen die nötige Planungssicherheit zu bieten.

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