Fliegen ist in der Regel die schnellste Art zu reisen, aber es ist auch die am meisten umstrittene, wenn es um die Auswirkungen auf unsere Umwelt geht. Im Jahr 2019 waren Flugzeuge für knapp 14 Prozent der CO2-Emissionen im europäischen Verkehrssektor verantwortlich. Doch nun gibt es endlich eine gute Nachricht: Die EU setzt auf Öko-Kerosin, um Flugreisen klimafreundlicher zu machen.
Ab 2025: Nachhaltige Kraftstoffe werden Pflicht
Die EU verpflichtet den Flugverkehr ab 2025 zur Beimischung nachhaltiger Kraftstoffe zu Kerosin. Das bedeutet, dass Flugzeuge nicht mehr ausschließlich auf fossilen Brennstoffen fliegen werden. Die Quote soll schrittweise steigen und bis 2050 müssen 70 Prozent der Treibstoffe im Flugverkehr nachhaltig sein. Es ist ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.
Klimafreundliche Alternativen
Es gibt einige Alternativen, die als klimafreundlich gelten. Zum Beispiel synthetisches Kerosin, das zu den sogenannten E-Fuels zählt, Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien produziert wird, sowie Bio-Kraftstoffe, die aus Algen, Pflanzenresten, tierischen Fetten oder altem Speiseöl hergestellt werden. Allerdings sind Pflanzen, die zur Nahrungs- und Futtermittel-Produktion dienen, tabu.
Weniger Tanken für mehr Nachhaltigkeit
Flugzeuge dürfen in Zukunft vor dem Start nur so viel tanken, wie für die anstehende Reise nötig ist, um unnötiges Gewicht und damit zusätzliche Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Eine einfache, aber effektive Maßnahme, die zur Verringerung der Emissionen beitragen kann.
Umweltlabel für Flüge
Ein weiterer Schritt zur Nachhaltigkeit ist die Einführung eines Umweltlabels für Flüge in der EU. Ab 2025 sollen Passagiere sich vorab über den ökologischen Fußabdruck ihrer Reise informieren und die Angebote der Fluggesellschaften vergleichen können. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Verbraucher zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, umweltbewusste Entscheidungen zu treffen.
Planungs- und Investitionssicherheit für die Branche
Die Einigung zwischen dem Europaparlament und den EU-Staaten ist ein Erfolg für die Planungs- und Investitionssicherheit der Branche. Es ist ein wichtiger Schritt, um die notwendige Infrastruktur für nachhaltige Kraftstoffe zu schaffen. Allerdings bleibt der Beimischungsfahrplan unter den Mengen, die technisch machbar und klimapolitisch notwendig sind. Es bleibt also noch viel Arbeit zu tun, um den Flugverkehr wirklich klimafreundlich zu gestalten.
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