Die europäische Raumfahrtorganisation ESA hat eine spannende Mission gestartet, die Technik, Nachhaltigkeit und Umwelt in einzigartiger Weise vereint. Die Sonde „Juice“ (Jupiter Icy moons Explorer) wurde erfolgreich gestartet und wird in den kommenden acht Jahren rund sechs Milliarden Kilometer zurücklegen, um den Jupiter und seine Monde zu erforschen. Das Ziel: Herausfinden, ob Leben auf den Jupitermonden grundsätzlich möglich ist.
Die Reise zum Jupiter
Die Sonde „Juice“ muss in den kommenden Jahren auf ihrer Reise zum Jupiter einmal um die Venus und dreimal um die Erde fliegen, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Einmal im Jupiter-System angekommen, wird sie die großen Monde des Jupiters, wie Ganymed, Europa und Kallisto, analysieren. Unter den dicken Eiskrusten der Monde vermutet man Wasser – die Voraussetzungen für Leben.
Eine Vielzahl an Instrumenten
„Juice“ ist mit zehn Instrumenten ausgestattet, die verschiedene Untersuchungen ermöglichen, unter anderem Radar- und Lasermessungen. Zusammen mit den Daten und Bildern der Kamera „Janus“ wird später auch ein digitales 3-D-Modell des komplett mit Eis bedeckten Mondes erstellt werden. Die Mission wird von einer Vielzahl von Instituten und Organisationen unterstützt, neun der Instrumente wurden von europäischen Partnern beigesteuert, eines von der US-Raumfahrtagentur NASA.
Kosten und Beitrag Deutschlands
Die Kosten für die bislang aufwändigste Planetenmission der ESA belaufen sich auf rund 1,6 Milliarden Euro. Davon steuert Deutschland den größten Einzelbeitrag bei, insgesamt 21 Prozent. Die Technik aus dem Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig wird bei Messungen der Magnetfelder im Jupiter-System insbesondere in der Nähe der Jupiter-Monde helfen.
Fazit
Die Mission „Juice“ ist ein wichtiger Schritt in der Erforschung des Universums und der Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Sie zeigt, dass Technik und Umwelt in Einklang gebracht werden können, um Antworten auf wichtige Fragen zu finden. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und hoffen auf neue Erkenntnisse über unsere kosmische Nachbarschaft.
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