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Der neue ComfortJet der tschechischen Bahn: Fortschritt auf Schienen

Einführung

Der ComfortJet der tschechischen Bahn ist da und überrascht mit vielen Ähnlichkeiten zum Railjet der ersten Generation. Doch was bedeutet das für Österreich und Deutschland? Die tschechische Staatsbahn ČD bestellte im Frühjahr 2021 bei einem Konsortium aus Siemens und Škoda 180 neue Wagen für den schnellen Personenverkehr, die bald auch nach Österreich und Deutschland fahren werden.

Basis des ComfortJet: Die Verbindung zum Railjet

Der ComfortJet basiert auf den Railjets der ersten Generation, und die Ähnlichkeiten sind für Bahn-Enthusiasten unverkennbar. Bereits der InterJet, der seit einigen Jahren in Tschechien fährt, zeigt eine nahezu identische Innenausstattung. Doch was bedeutet das für die Fahrgäste?

Komfort und Barrierefreiheit: Licht und Schatten

Die Eingangsbereiche und die Decke des ComfortJets sind nahezu baugleich zu den ersten Railjet-Zügen. Kleine Änderungen wie Handläufe gibt es, aber viele Elemente sind identisch. Besonders auffällig ist dies bei der Barrierefreiheit. Da der ComfortJet auf dem Railjet der ersten Generation basiert, fehlen die Niederflureinstiege des neuen Viaggio Next Level Konzepts. Dies bedeutet, dass es weiterhin einen Hub Lift gibt und zwei Stufen zu überwinden sind.

Sitzkomfort und Ausstattung: Unterschiedliche Bewertungen

Siemens ist für den Bau der Wagen und die Herstellung der Drehgestelle zuständig, während Škoda den Innenausbau übernimmt. Der Sitzkomfort variiert: In der zweiten Klasse sind die Sitze weicher, in der ersten Klasse härter, aber die gepolsterten Kopfstützen machen einen positiven Unterschied. Fußstützen, Leselampen, Bildschirme für Fahrgastinformationen und Ambientebeleuchtung sind überall vorhanden. Besonders praktisch sind die großen Mülleimer zwischen den Sitzen und an den Vierertischen.

Technologische Fortschritte: Mobilfunk und Ladeoptionen

Der ComfortJet zeigt auch moderne Elemente: mobilfunkdurchlässige Scheiben für besseren Empfang, schnelleres und stabileres WLAN durch 5G-Technologie und umfangreiche Anschlüsse am Sitz. In der ersten Klasse gibt es pro Platz eine Steckdose sowie Wireless-Charging Pads, in der zweiten Klasse teilt man sich eine Steckdose für zwei Plätze.

Design und Ambiente: Hochwertige Details

Neben den Teppichböden schafft auch das Holzdekor in allen Wagen ein hochwertiges Ambiente. Die Klapptische sind groß genug und aus Metall gefertigt. Für mobilitätseingeschränkte Personen gibt es einen PRM-Bereich mit drei Rollstuhlstellplätzen und entsprechenden WC-Einrichtungen. Radfahrer finden 12 Fahrradstellplätze mit Steckdosen für E-Bikes.

Zwischenzustand und zukünftige Pläne

Aktuell fehlen noch der Steuerwagen und das Bordrestaurant, da die Zulassungen noch ausstehen. Bis Ende des Jahres sollen achtteilige Einheiten ausgeliefert werden. Diese provisorische Konfiguration wird voraussichtlich zum Ende des Sommers auf internationalen Reisen eingesetzt, unter anderem auf den EC-Zügen zwischen Prag, Berlin und Hamburg.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte

Der neue ComfortJet zeigt, dass nachhaltige und moderne Technologie Hand in Hand gehen können. Mit fortschrittlichen Funktionen und einem komfortablen Design bietet er eine umweltfreundliche Alternative zu älteren Zügen.

Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung

Der ComfortJet ist ein gutes Gesamtpaket für internationale Strecken. Trotz einiger Verbesserungsmöglichkeiten, wie fehlende barrierefreie Einstiege oder ein konservatives Design, zeigt er, wie zukunftsfähig das Konzept der ersten Railjet-Generation war und immer noch ist.

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